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Zweitagestour in der Tofana-Gruppe, Dolomiten
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Dauer: 2 Tage
Cortina d'Ampezzo
meteo24.de
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Rifugio A. Dibona
Gipfel: Tofana di Rozes (3225 m), Tofana di Dentro (3238 m),
Tofana di Mezzo (3244 m)
Ausrüstung: Klettersteigset, Steinschlaghelm, Handschuhe, Hüttenrucksack
Hüttenübernachtung: Rifugio Giussani (2580 m)
Beste Jahreszeit: Juni bis September
Besonderheiten: Klettersteig "Via Ferrata Lipella" (Schwierigkeit: schwierig - C)
Bewertung:

Tourenbeschreibung Tag 1
Ausgangspunkt: Rifugio A. Dibona (2083 m)
Tagesziel: Rifugio Giussani (2580 m)
Gipfel: Tofana di Rozes (3225 m)

Vom Parkplatz an der Rif. Dibona geht es einen Wanderweg hinauf auf 2300 m zur Südwand der Tofana di Rozes. Ab hier läuft man parallel zum Felsenfuß entlang bis man den Einstieg der „Ferrata Lipella“ erreicht hat. Der Klettersteig beginnt mit einer langen Leiter die in einem alten Kriegsstollen endet. Nun folgt eine ziemlich lange und sehr steile Tunneldurchquerung der „Galleria Castelletto“. Hier sind Stirnlampen zwingend notwendig, da kein Licht nach innen dringt. Wenige Meter nach dem Ausgang des Tunnels befindet man sich bereits auf der Westseite des Berges und man hat eine wunderbare Sicht auf das „Val Travenanzes“.

Die Route verläuft von hier an durch die Westwand, Querungen und senkrechte Passagen wechseln sich regelmäßig ab. Der erste Teil des Lipella-Klettersteiges endet auf ca. 2800 m Höhe direkt an einer Gabelung, die den Weg in Richtung Rif. Giussani und dem Gipfel der Tofana di Rozes teilt. Der Weg zum Gipfel verläuft zunächst leicht ansteigend bis der zweite Teil des Klettersteiges beginnt. Dieser bietet bereits ab dem Einstieg senkrechte Kletterstellen, die viel Kraft kosten. Aufgrund der starken Steigung gewinnt man auf diesem Teil des Steiges jedoch schnell an Höhe. Kurz unterhalb des Gipfelgrates endet die gesicherte Route. Von hier an sind es jetzt noch ca. 100 Höhenmeter, die auf dem Grat bis zum Gipfel bewältigt werden müssen. Am Grat setzte ein eisiger, stürmischer Wind ein, die Schneegrenze hatten wir bereits überschritten. Auf ca. 3170 m Höhe haben wir dann die Gipfelbesteigung abgebrochen da wir für hohe Windgeschwindigkeiten und eisige Temperaturen nicht ausgerüstet waren und am nächsten Tag noch eine anstrengende Tour vor uns hatten.

Der Abstieg erfolgt auf der Ostseite über ein Geröllfeld. Das Tagesziel, die Rif. Giussani (2580 m), hat man dabei immer vor Augen. Der Weg ist ziemlich mühselig jedoch wesentlich leichter als den Klettersteig wieder herabzusteigen. Nach ca. 7 Stunden Gehzeit erreichen wir schließlich die Unterkunft.


Bilder Tag 1


Gehzeiten Tag 1
Rif. Dibona – Einstieg Klettersteig: 1 h
1. Teil des Klettersteiges – Weggabelung: 2 ½ h
Weggabelung – 2.Teil des Klettersteiges – Gipfel: 2 h
Gipfel – Rif. Giussani: 1 ½ h
Gesamtgehzeit: 7 h



Tourenbeschreibung Tag 2
Ausgangspunkt: Rifugio Giussani (2580 m)
Tagesziel: Rifugio A. Dibona (2083 m)
Gipfel: Tofana di Dentro (3238 m), Tofana di Mezzo (3244 m)

Ausgangspunkt des zweiten Tages ist die Rifugio Giussani. Von hier aus geht es in süd-östlicher Richtung ein großes Geröllfeld steil bergauf. Der Weg ist schwer zu erkennen, da er nicht oft begangen wird. Am Ende der Scharte angekommen deuten jedoch rote Pfeile und Punkte auf den weiteren Wegverlauf hin. Die Route verläuft anschließend größtenteils waagerecht durch die Nord-West-Wand des Tofana di Mezzo. Den Gipfel des Tofana di Dentro kann man bereits sehen. Bis zum Grat zwischen Dentro und Mezzo sind es noch gut 300 Höhenmeter. Zuvor verläuft der Pfad durch einen riesigen Kessel, vorbei an einem kleinen Gebirgssee und dann steil bergauf bis zur Weggabelung zwischen den beiden Gipfeln.

An der Kreuzung machen wir kurz Rast und beginnen anschließend mit dem Aufstieg zum Tofana di Dentro. Der Weg verläuft zunächst entlang eines mit Drahtseilen gesicherten Grates bevor man die letzten Höhenmeter durch die Süd-Ostwand bewältigt. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir den verschneiten und seit Tagen nicht mehr begangenen Gipfel (erkennbar an den fehlenden Spuren im Schnee). Wir genießen um so mehr die grandiose Aussicht auf den Tofana die Mezzo, dem höchsten der drei Tofanagipfel. Dieser ist allerdings auch am leichtesten, nämlich durch die Bergbahn zu erreichen. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast treten wir den Abstieg vom Dentro und gleichzeitig den Aufstieg zum Mezzo, unserem nächsten Ziel an. Von der Weggabelung geht es ziemlich steil an einem Drahtseil bergauf, wobei die Steigung stetig zunimmt. Der tiefe Schnee verhindere zudem ein zügiges Voranschreiten. Doch auch diese letzte mühselige Etappe des Tages (jedenfalls dachten wir das) ist nach knapp einer dreiviertel Stunde überstanden. Der Steig mündet auf den von der Bergbahn kommenden „Normalweg“. Jetzt sind es nur ein paar Meter bis zum Gipfelkreuz. Bei klarem Wetter hat man eine atemberaubende Panoramasicht auf fast alle Dolomitengipfel und sogar weit darüber hinaus.

Um den Abstieg zu unserem Ausgangspunkt, der Rif. A. Dibona, etwas zu erleichtern, fahren wir mit der Seilbahn bis zum „Ra-Valles“-Plateau (2480 m). Anschließend folgt der kurze aber nicht zu unterschätzende Klettersteig „Via Ferrata Giuseppe Olivieri“ hinab bis zur Rif. Pomedes (2303 m). Von dieser Hütte führt ein teilweise gesicherter Weg bis zum Parkplatz an der Rif A. Dibona. Nach ca. 8 Stunden erreichen wir endlich unser Ziel.


Bilder Tag 2


Gehzeiten Tag 2
Rif. Giussani – Tofana di Dentro: 3 ½ h
Tofana di Dentro – Tofana di Mezzo: 1 ½ h
Tofana di Mezzo – Rifugio Pomedes: 1 h
Rifugio Pomedes – Rif. Giussani: 1 h
Gesamtgehzeit: 7 h


GPS Daten
Zu dieser Tour sind momentan leider keine GPS-Daten vorhanden.


Anfahrt
München - Brenner - Bruneck - Cortina d' Ampezzo

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Links
www.cortina.dolomiti.com
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